Die zentrale Aufgabe von Investor Relations besteht darin, das Vertrauen der Anleger zu gewinnen bzw. einmal erworbenes Vertrauen auch langfristig aufrecht zu erhalten. Dieser längerfristige Prozess der Vertrauensbildung setzt einen kontinuierlichen Dialog mit den verschiedenen Zielgruppen voraus.

Auf der Grundlage einer offenen und investorengerechten Informationspolitik kann eine stabile Vertrauensbasis geschaffen werden, die Aktionäre auch in schwierigen wirtschaftlichen Perioden zum Halten ihres Aktienpaketes veranlasst. Entsprechende Aktionärstreue sorgt für eine Stabilisierung der Aktienkurse und erhöht damit die Attraktivität eines Titels. Durch professionelle Investor Relations wird somit die Refinanzierungsbasis des Unternehmens verbreitert und gepflegt.

Durch permanente und aktive Kommunikation kann der Kapitalmarkt als langfristige Finanzierungsquelle, zum Beispiel für weitere Kapitalerhöhungen, genutzt und ausgebaut werden: Die Aufnahme von Eigenkapital wird erleichtert, die Kapitalkosten des Unternehmens gesenkt und ein nachhaltig höherer Aktienkurs erreicht.

Um das Zusammenwirken zwischen Aufsichtsrat, Vorstand und Aktionären genauer zu regeln, wurde im Jahr 2002 der österreichische Corporate Governance Kodex erarbeitet, der von allen Emittenten auf freiwilliger Basis übernommen werden kann, von den im prime market notierten Unternehmen aber verpflichtend übernommen werden muss. In einer jährlichen Erklärung müssen Emittenten die Einhaltung des Kodex samt Abweichungen erläutern.

Zu den Bestimmungen des Kodex