Ihr erfolgreiches Unternehmen hat einen hohen Kapitalbedarf, den Sie durch langfristiges Fremdkapital unter Schonung der Kreditlinien bei Ihrer Bank finanzieren wollen. Dafür bieten sich Corporate Bonds (Unternehmensanleihen bzw. Industrieobligationen) an.

Corporate Bonds unterliegen geringeren rechtlichen Auflagen und Einschränkungen als Aktien. Ein Unternehmen kann daher, je nach Marktsituation und individuellen Anforderungen, gemeinsam mit einer Emissionsbank genau jenes Produkt schaffen, das dem Unternehmen selbst und den Wünschen der Investoren bestmöglich entspricht.

Übersicht der Varianten von Corporate Bonds

Das Finanzierungsvolumen eines Private Placements (Privatplatzierung) - einer Unternehmensanleihe, die einer relativ kleinen Zahl an Investoren direkt angeboten wird und nicht an der Börse notiert  - beginnt üblicher Weise bei rund fünf Millionen Euro. Das Finanzierungsvolumen eines Corporate Bonds - einer Unternehmensanleihe, die einem breiten Publikum zur Zeichnung angeboten wird und an der Börse notiert - beginnt üblicher Weise bei rund 50 Millionen Euro.

Die Wiener Börse hat für Corporate Bonds, die freiwillig ein höheres Niveau an Transparenz und Information erfüllen, das Marktsegment corporates prime geschaffen.  Der Vorteil dieses Segments für Emittenten liegt vor allem in der erhöhten Publizität über die Website der Wiener Börse und einen Newsletter. Dadurch wird die Vermarktung der Anleihe bestmöglich unterstützt. Das Marktsegment "corporates prime" steht für öffentlich platzierte Corporate Bonds ab einem Emissionsvolumen von fünf Millionen Euro zur Verfügung. Die Beauftragung einer Emissionsbank ist nicht zwingend notwendig; im Fall einer Eigenemission ohne Emissionsbank muss aber ein Capital Market Coach zur Unterstützung herangezogen werden.