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Ernst & Young-Q2/2011 Global IPO Update

Datum: 07.07.2011

Die Zahl der Börsegänge stieg in der ersten Jahreshälfte weltweit trotz eines unsicheren Konjunkturumfeldes, geht aus der jüngsten Studie des Beratungsunternehmens Ernst & Young zum Markt für Initial Public Offerings (IPOs) hervor. Nach drei Jahren ohne Börsegang gab es mit der AMAG auch an der Wiener Börse wieder einen Neuzugang, "wenn auch bei gekürztem Emissionsvolumen und zu reduzierten Preisen. Eine Situation wie sie auch auf viele andere internationale IPOs zutraf", so Gerhard Schwartz, Partner bei Ernst & Young Österreich laut Pressemitteilung.

Der abgesagte Börse-Start der Isovoltaic bestätige auch das weiterhin sehr schwierige Kapitalmarktumfeld in Österreich, das durch schwache Kurs- und Umsatzentwicklungen dokumentiert werde. Schwartz meint, dass die Wahrscheinlichkeit, dass man heuer in Österreich kein IPO mehr sehen werde, hoch sei.

Weltweit stieg die Zahl der IPOs im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal von 294 auf 378, das Emissionsvolumen legte um 38 Prozent auf 64,6 Mrd. Dollar (45,2 Mrd. Euro) zu. Im ersten Halbjahr hätten sich 672 Betriebe erstmals an der Börse notieren lassen, ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, teilte Ernst & Young mit. Das Emissionsvolumen habe sich um ebenfalls 11 Prozent auf 111 Mrd. Dollar (77,8 Mrd. Euro) erhöht. Den größten Börsegang legte der Schweizer Rohstoffhändler Glencore mit Einnahmen von 10 Mrd. Dollar hin.

Die Mehrzahl der Börsegänge finde nach wie vor in aufstrebenden Schwellenländen statt. 67 Prozent aller IPOs hätten im zweiten Quartal in den "Emerging Markets" stattgefunden. Sechs der zehn größten Börsegänge gab es in Schwellenländern. China (inklusive Hongkong) sei mit acht Börsegängen, die insgesamt 20,4 Mrd. Dollar eingebracht hätten, abermals die Hauptstütze des weltweiten IPO-Marktes gewesen und habe damit das hohe Niveau des Vorquartals (112 Börsegänge, 23,9 Mrd. Dollar).

In den USA habe es im zweiten Quartal 46 IPOs mit einem Gesamtvolumen von 13,8 Mrd. Dollar, davon entfielen 14 auf Technologie-Unternehmen mit einem Emissions-Volumen von 4,9 Mrd. Dollar. In Europa gingen 95 Unternehmen (1. Quartal 52) an die Börse und erlösten dabei 17,7 Mrd. Dollar, um 15 Mrd. Dollar mehr als im Vorquartal.