Sie leiten ein innovatives Unternehmen, das sich noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet (Seed- und Start-up-Phase). Eine umfassende Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Geschäftsideen soll ihren Handlungsspielraum vergrößern. Für eine solche Form der Unterstützung bietet sich ein Incubator (wörtlich übersetzt: „Brutkasten“) an.

Die Hauptziele eines Incubators liegen darin, die Entwicklungschancen von Unternehmen signifikant zu verbessern, die Erfolgspotenziale optimal umzusetzen und die Zeitdauer bis zum Markteintritt („time-to-market“) entscheidend zu verkürzen. Der Finanzierungsaspekt ist nicht zuletzt aufgrund der meist relativ geringen Finanzierungserfordernisse in der Frühphase der Unternehmensentwicklung oft weniger bedeutsam als die Bereitstellung einer materiellen Infrastruktur (variabler Büroraum) oder auch eines Netzwerks an unterstützenden Spezialisten.

Die überwiegende Zahl der rund 900 Incubatoren in den EU-Ländern haben öffentliche Träger (meist Länder, Städte oder Gemeinden), die ihre Aufgabe als Teil der regionalen Wirtschaftsförderung sehen.