Hauptzielgruppen von Incubatoren sind Unternehmen, die innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entwickeln und vermarkten wollen.

  • Unternehmensgründer, die eine attraktive Geschäftsidee realisieren;
  • Spin-offs von etablierten Unternehmen, die Projekte, die nicht in den Kernbereich des Unternehmens fallen, umsetzen;
  • Spin-offs von Bildungs- und Forschungseinrichtungen (insbesondere Universitäten und Fachhochschulen), die wissenschaftliche Entwicklungen in wirtschaftliche Projekte transferieren. 

Voraussetzung für die Tätigkeit eines Incubators ist das Vorliegen innovativer und plausibler Unternehmensideen in der frühen Entwicklungsphase (Seed- oder Start-up-Phase) sowie Alleinstellungsmerkmale (Patente oder Know-how-Vorsprung) sowie ein klarer Kundennutzen. Viele Incubatoren spezialisieren sich auf bestimmte Branchen, meist solche mit Technologiebezug, die sie als Wachstumsmärkte der Zukunft sehen.

Das Management des neu gegründeten Unternehmens – meist identisch mit dem Unternehmensgründer – muss im Fall einer Beteiligung des Incubators bereit sein, sein Unternehmen für einen weiteren Eigentümer zu öffnen und in wenigen Jahren - nach dem Verkauf durch den Incubator – entweder wieder neue Partner im Unternehmen akzeptieren oder frühzeitig eine Strategie zum Rückkauf der Anteile entwickeln. Auch wenn keine Beteiligung durch einen Incubator aus dem öffentlichen Bereich eingegangen wird, ist dennoch jedenfalls die Bereitschaft zu einer engen Zusammenarbeit mit dem Incubator ein wesentliches Erfolgskriterium.

Nachdem ein Unternehmen in der Frühphase über keine aussagekräftige Unternehmensgeschichte verfügt, legen Incubatoren großen Wert auf den Lebenslauf (Branchenkenntnis, Karriereverlauf, Ausbildung) der Schlüsselpersonen des Unternehmens.

Bei Incubatoren aus dem öffentlichen Bereich kann eine Voraussetzung sein, dass das Unternehmen noch nicht formell gegründet worden ist.